Bau-Messe: Sicherheit, Vernetzung, Nachhaltigkeit sind Trends

Bei der Bau-Messe des Jahres 2015 hatte noch vorrangig das Thema Energieeffizienz im Vordergrund gestanden, doch dies war bei der vom 16.-21. Januar dieses Jahres stattfindenden, neuen Auflage nicht mehr der Fall. Neben anderen Themen wurden vor allem Innovationen auf dem Gebiet der Sicherheit vorgestellt. Die allseits beliebte Vernetzung spielte jedoch gerade im Zusammenhang mit der Gestaltung von Smart Homes eine entscheidende Rolle.

 

Besuch der BAU

Bild: Auch dieses Jahr strömten wieder etliche Menschen auf die Bau-Messe. Bildquelle: r.classen – 516941212 / Shutterstock.com

 

BAU ist die weltweit größte werkstoffübergreifende Fachmesse seit 1964

Die BAU – das bedeutet für Menschen, die sich für Innovationen im Bereich der eigenen vier Wände interessieren, alle zwei Jahre ein Pflichtbesuch. Die Bau-Messe ist weltweit die größte Messe unter anderem für Architektur und entsprechende Materialien, die auf keinen bestimmten Werkstoff fixiert ist. Im Angebot befinden sich hier unter anderem verschiedene Baustoffe und andere Produkte für den Wohnungsbau und Innenausbau, die sich vorrangig an Planer, Architekten und Bauunternehmer richten. Wenn man bedenkt, dass die erste Veranstaltung bereits im Jahr 1964 stattgefunden hat, so ist auch klar, wie die folgenden aktuellen Zahlen zustande gekommen sind:

BAU

Aussteller

Internationaler Anteil

2017

2120

34 Prozent

2015

2015

32 Prozent

 

Man sieht also, dass die Messe ihre ohnehin schon beeindruckenden Geschäftszahlen aus dem Jahr 2015 dieses Jahr weiterhin verbessern konnte, weil sie nach wie vor auch für internationale Aussteller von enormer Wichtigkeit ist. Alleine im Jahr 2015 wurde die BAU in München von über 235.000 Personen besucht. Dementsprechend wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass gemäß offizieller Angaben alle Messehallen auch in diesem Jahr wieder ausgebucht waren. Angesichts des wachsenden Interesses wurde schon jetzt angekündigt, im Jahr 2019 wieder zwei neue Hallen zur Verfügung zu stellen und damit die Veranstaltung größer als jemals zuvor werden zu lassen.

 

Widmung der Sicherheit trägt steigender Anzahl der Einbrüche Rechnung

Gefahr des Einbruchs

Bild: Einbrüche sind für viele Menschen zu Recht ein wahrer Albtraum. Bildquelle: 135pixels – 138908804 / Shutterstock.com

 

Wie schon angeklungen, war ein zentrales Element der Bau-Messe 2017 das Thema Sicherheit. Laut der regelmäßig veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik PKS ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in letzter Zeit weiter gestiegen. Alleine im Jahr 2015 fanden 168.000 an der Zahl statt. Dieser negative Trend ist an der BAU natürlich keinesfalls vorbeigegangen: Ob Videoüberwachung, widerstandsfähige Türen und Fenster oder schlüsselloser Zugang über Funksender oder Fingerabdruckerkennung – sowohl mechanisch als auch elektronisch wird aufgerüstet. Während auf die Videoüberwachung, die sich schon seit längerer Zeit bewährt hat, auf die im nächsten Absatz eingegangen werden soll, ist ein neuartiger Trend derjenige hin zur Fingerabdruckerkennung. Dieser könnte künftig vorrangig im Bereich der Haustüren zum Einsatz kommen, womit etliche Vorteile verbunden wären:

  1. Einzigartige Authentifizierung
  2. Kein Schlüssel mehr notwendig
  3. Keine Gefahr des Verlierens

Da jeder Mensch einen einzigartigen Fingerabdruck besitzt, würde diese Technik effizient das Risiko eliminieren, dass sich unbefugte Kriminelle mit Hilfe nachgemachter Schlüssel oder Schlagschlüssel Zugang zum Haus verschaffen. Darüber hinaus ist die Obsoleszenz von Schlüsseln vor allem für diejenigen Menschen praktisch, die ab und an dazu neigen, etwas zu verlieren. Bei den Türen ist darüber hinaus empfehlenswert, auf einbruchhemmende Exemplare zu setzen. Diese besitzen spezielle Schließbleche, die im Mauerwerk verankert und daher nur schwer umgänglich sind.

 

Videoüberwachung wehrt Gefahren ab und hilft nachher bei der Aufklärung

Beliebt nicht nur bei den Hausbesitzern ist aber auch nach wie vor die klassische Videoüberwachung. Diese hat im Gegensatz zu einer herkömmlichen Gegensprechanlage den unschlagbaren Vorteil, sich einen visuellen Eindruck vom Geschehen verschaffen zu können. Die aktuellsten Modelle eint dabei das Prinzip, dass sie die Filmaufnahmen auch für die spätere Verwendung speichern. Da nicht wenige Einbrüche vor allem auch dann geschehen, wenn Personen auf der Arbeit sind, handelt es sich hierbei um eine gute Möglichkeit, nachträglich das Beweismaterial direkt an die Polizei zu übergeben. Gute Überwachungskameras zeichnen darüber hinaus aber noch weitere Faktoren aus:

  • Effektive Nachtsicht
  • Hohe Auflösung
  • Passendes Sichtfeld
  • Robuste Konstruktion

Wenngleich es Langfinger also auch tagsüber probieren, in die Räumlichkeiten von Häusern zu gelangen, versuchen es viele aber auch nachts. Während sich tagsüber die Wahrscheinlichkeit bietet, dass niemand zu Hause ist, ist es nachts zwar dunkel, aber meistens jemand vor Ort. Deshalb eignen sich hier robust konstruierte Überwachungskameras mit guter Nachtsicht besonders gut, weil sie der Witterung strotzen können und auch bei Dunkelheit ein gutes Bild liefern. Keinesfalls Abstriche gemacht werden sollten bei der Auflösung, denn nichts ist ärgerlicher als Delinquente im Nachhinein wegen schlechter Bildqualität nicht richtig erkennen zu können.

 

Vorteile eines Smart Homes machen sich auf jeden Fall langfristig bezahlt

Kontrolle des Hauses

Bild: Mit dem Smartphone oder Tablet lässt sich unterwegs das Haus steuern. Bildquelle: Daniel Krason – 423125371 / Shutterstock.com

 

Wesentlich angenehmer als sich mit dem – leider notwendigen – Thema der Einbruchsicherheit zu befassen, ist die intelligente Vernetzung der eigenen vier Wände. Smarte Gebäude ermöglichen absolute Kontrolle auch dann, wenn man unterwegs ist und machen dabei den Bewohnern das Leben so angenehm wie nur möglich. Für den beeindruckenden Entwicklungsstand der Smart Homes ist die Heizung, welche die Räumlichkeiten schon vor Eintreffen des Besitzers aus dem Urlaub wieder auf eine angenehme Temperatur gebracht hat, nur ein Beispiel. Etwas mehr in den einstigen Bereich der Science-Fiction geht das Beispiel des Briefkastens, der dem Hausbesitzer eine SMS schickt, wenn Post eingegangen ist. Wichtige Themengebiete des Smart Homes von 2017 sind:

  • Tasten und Schalter
  • Temperatur
  • Helligkeit
  • Fensterkontrolle
  • Hausgeräte

Doch nicht nur für technikbegeisterte Menschen sind die Entwicklungen in diesem Bereich interessant, sondern auch für ältere Personen, denen die Technik unterstützend unter die Arme greifen kann. Die Lebensqualität lässt sich so auf intelligente Art und Weise steigern und wer weiß: Vielleicht erleben wir schon bald das Einzughalten von ganzen Smart Citys, die mit Hilfe von Speichermedien beispielsweise die permanente Stromversorgung von ganzen Stadtvierteln gewährleisten.

 

 

Bildquellen:

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