wirbauenpassiv

Beschreibung / Vorwort:

Hallo und herzlich willkommen auf unserem Baublog!

Danke für Euren Besuch smiley
Wir warten auf Fragen, Kommentare und Anregungen von Euch.

Wir stellen uns kurz vor.
Wir sind eine kleine Familie: Eltern, zwei Kinder und ein Hund.
Demnächst soll unser Haus entstehen.
Der Weg dahin war länger als wir dachten, aber das große Abenteuer Bauen steht jetzt unmittelbar bevor!

Natürlich will jeder seinen Platz haben, für sich und seine Familie. Ein Haus oder eine Wohnung soll gemütlich, aber nicht zu klein sein. Auch nicht zu groß, um die Kosten in den Grenzen zu halten.

Als wir uns entschieden haben zu bauen, haben wir im Internet nach Informationen gesucht.
Die Fachliteratur, aber auch Baublogs von Bauherren mit ihren guten und schlechten Erfahrungen waren für uns eine wichtige Informationsquelle.
Man will ja alles richtig machen yes
Im Blog möchten wir die Bauzeit unseres Hauses festhalten.

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/p/hezlich.html

Viel Spaß beim Lesen smiley

Letzte 5 Blogeinträge:

Freitag, 20 Oktober, 2017 - 11:14

Ein Haus muss zukunftsfähig sein. Wir bauen für die nächsten 30, 50 oder 100 Jahre, wenn man die eigenen Kinder bedenkt. Wie wird sich die Welt verändern und was hat das mit unserem Haus zu tun?

Ich lese oft, dass ganz neue Häuser als kfW 70 oder kfW 55 gebaut werden und eine Gasheizung bekommen.

Es ist nicht schlimm, sofern die Hauseigentümer eine Biogasanlage betreiben.

Sonst geht man mehrere Risiken ein:

1. das Haus wird in der Zukunft energetisch schlechter eingestuft. Das bedeutet: alleine durch die schlechte Einstufung verliert das Objekt an Wert.

2. wer heute den Mindeststandard baut, muss morgen teuer sanieren

3. die Öl- und Gasheizungen sind politisch nicht mehr gewollt. Warum entstehen neue Baugebiete ohne Gasanschluss? warum werden die Gas- und Ölheizungen so schlecht eingestuft? der Staat will sich von den teuren Importen und der Abhängigkeit von Russland oder Saudi Arabien etc. lösen.

4. übrigens ist eine Pelletheizung nicht unbedingt die Rettung. die Preise für Pellets werden weiter steigen.

5. in den nächsten Jahren werden vor allem die Öl- und Gaspreise eine Achterbahn fahren

6. die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Nicht der Umwelt zuliebe, sondern aus rein ökonomischen Gründen: ihr Preis ist (mancherorts) und wird (überall) unschlagbar. Die Banken und Fonds ziehen sich aus dem fossilen Markt zurück. Die neuen Atom- oder Kohlekraftwerke können oft nicht finanziert werden. Das Geld wird in die Photovoltaik- und Windenergie investiert. Viele große Firmen produzieren ihr Strom selbst wie Google, Apple, Amazon, Ikea oder auch Aldi und Lidl.

7. der größte Markt kommt noch: die Energiespeicher fürs Haus und Auto. Es entstehen große Fabriken, vor allem in China und Amerika. es wird mit Hochdruck geforscht, um die Batterien billiger und effektiver zu machen. Der Preis von Batterien sinkt jedes Jahr um 14%.

In wieweit betrifft das die Bauherren?

1. das Resultat sehen wir schon heute auf der Stromrechnung. Was überwiegt, ist nicht der Strompreis, sondern die Abgaben (Steuern, Umlagen usw) und die Netzentgelte. Der Transport des Stroms ist doppelt so teuer geworden wie seine Erzeugung.

2. Die elektrische Energie ist vielseitig einsetzbar (Strom, Wärme, Kraftstoff für Elektroautos). Es ist die einzige Energie, die Sie selbst zu Hause herstellen können. Sowohl die Wärmepumpe als auch ein Elektroauto sind viel effizienter als eine Gastherme oder ein Diesel oder Benzinauto.

Je mehr Investitionen in erneuerbare Energien erfolgen, desto weniger Interesse hat der Staat die Rohstoffe wie Gas zu importieren.

Das gleiche betrifft das Öl. Sobald sich die Elektroautos durchgesetzt haben, wird es teurer und komplizierter sein sich das Öl zu beschaffen. Sie glauben es nicht? Probieren Sie eine Filmrolle für den alten Fotoapparat zu kaufen. Der Umstieg auf Elektroautos wird spätestens 2030 vollzogen sein und die meisten Tankstellen werden es nicht überleben.

3. Dies wiederum wird die Verbraucher treffen, die mit Öl heizen.

Natürlich sind z.B. die Kunststoffhersteller weiterhin auf die Erdöllieferungen angewiesen. Die Industrie besorgt sich ihre Rohstoffe auf anderen Märkten als ein Hausbesitzer. Für den letzten könnte die Lieferung von Gas oder Öl in der Zukunft deutlich teurer werden, weil der Zugang zu den Rohstoffen erschwert wird.

4. Der spätere Umstieg auf eine Wärmepumpe wird kompliziert.

Eine Wärmepumpe arbeitet effizienter mit einer Fußbodenheizung. Das muss man bereits beim Bauen bedenken.

Will man auf die günstige Luft/Luft Wärmepumpe zurückgreifen, muss das Haus einen hohen energetischen Standard erfüllen, sonst bekommen Sie das Haus nicht richtig warm.

Die beste Lösung des Problems:

schon heute effizient bauen, am besten ein Passivhaus, eine Wärmepumpe einsetzen und den Strom mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugen und verbrauchen smiley

irgendwann mal auf Elektroauto umsteigen und mit dem Solarstrom das Auto laden.

Dadurch steigt der Wert der Immobilie sowie die Sicherheit und Unabhängigkeit der Hauseigentümer. Sie zahlen dann viel weniger für die Heizung, den Strom und die Fahrtkosten.

mehr unter:

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/

Eingestellt von wirbauenpassiv
Dienstag, 10 Oktober, 2017 - 14:41

Es hat länger gedauert mit der Garage, aber sie ist endlich da!

 

Vorüberlegung:

Als Besitzer des Hauses ohne Keller wollen wir die Garage natürlich als Kellerersatz nutzen, daher kein Carport.

Eine fertige Betongarage ist schnell und sauber aufgestellt, hat dünne Wände, all in Paket mit Betonboden, Garagentor mit elektrischen Antrieb, Elektroinstallation, gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Eine Doppelgarage passt nicht auf das kleine Grundstück. Wir fahren momentan nur ein Auto, da es hier eine gute Zugverbindung nach Frankfurt gibt. Vor der Garage und vor dem Haus gibt es noch zwei Abstellplätze.

Die Garage sollte schon geräumig sein. Also bekam sie hinten einen Anbau.

Um bequemer zu parken und ein- und auszusteigen, sollte die Garage und das Tor etwas breiter sein.

 

Anfangs dachten wir an Zapf Garagen, aber:

Die Garage sollte an der Grenze zum Nachbargrundstück gestellt werden. Dort darf die Wand nicht größer sein als 25 m2. Die Zapf Garage war höher als 2,5 m.

Wir haben uns an Herrn Rützel von Rützel Garagen gewandt und dort hat alles gestimmt. Die Wand ist knapp 2,5 m hoch. Da die Garage 3,46 m breit werden sollte, wurde uns das 3 Meter breite Tor angeboten. Die Gesamtlänge beträgt 10 Meter: 6 Meter lang ist die Garage und 4 Meter der Anbau. Das bedeutet über 12 m2 zusätzliche Abstellfläche im Anbau.

 

Darüber waren wir uns bereits im Januar einig. Leider musste erst das Haus vorher gebaut werden. Während der Bauphase bekamen wir Zweifel, ob die Garage zwischen dem Haus und der Grenze rein passen würde. Wir haben mit der Bestellung gewartet, bis die Fassade komplett fertig wurde.

 

Zum Glück hatte die Garage noch 4 cm Luft. Wir spürten die Folgen der späten Bestellung beim Umzug sehr deutlich. Es fehlte uns der Platz für die Kartons und weniger wichtiges Zeug.

 

Die Streifenfundamente für die Garage hat Firma Bohnert zusammen mit der Bodenplatte im März gebaut.

Wir haben zwei Leerrohre gelegt: einmal für die Stromleitung und einmal für den Satellitenschüssel.

Vor der Lieferung mussten wir noch die Zufahrt vorbereiten. Wir haben Schotter gekauft und verdichtet.

 

Und endlich war sie da!

am frühen Morgen des 21.09. kam sie auf zwei großen LKWs geliefert. Die Kinder sahen sich die großen Laster begeistert an. Es ist schon erstaunlich, wie leicht so eine Garage in der Luft aussehen kann, als sie gehoben wird. Die beiden Monteure haben hoch professionell gearbeitet. Alles verlief ruhig nach Plan. Mit hoher Präzision wurde die Garage an der Hauswand aufgestellt.

 

An dieser Stelle wollen wir uns bei unserer Baufirma, Wir-Leben-Haus, bedanken. Weil die Hauswand gerade ist, konnte die Garage sehr dicht ans Haus aufgestellt werden. Als Bauherren denken wir: gerade Wände müssten doch selbstverständlich sein. Der Monteur meinte, es wäre nicht immer der Fall.

 

Die beiden Teile wurden innerhalb von zwei Stunden aufgestellt. Danach erfolgten noch kleine Abschlussarbeiten. Unsere Garage wurde mit einer Tür und der Elektroinstallation (Deckenlampen und Steckdosen) geliefert.

Das Garagentor von Hörmann ist hell grau und passt wunderbar zu unseren Fenstern.

Wir sind sehr zufrieden mit unserer Garage. Großes Lob an die Firma Rützel!

 

Das Auto lässt sich einfach parken und wir können bequem aussteigen.

Ja, unsere Garage wurde später geliefert, deshalb ist sie noch nicht voll und wir haben Platz für das Auto smiley

Fotos unter

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/2017/10/garage.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Montag, 2 Oktober, 2017 - 01:51

Unser Haus verbraucht nur Strom und Wasser. Wir haben keinen Holz-, Öl- oder Gasofen. Wir haben keinen Kamin. Es ist ein Passivhaus. Das Warmwasser und die restliche Heizwärme wird durch die Luft/Wasser Wärmepumpe zur Verfügung gestellt.

Deshalb ist es besonders einfach den Energieverbrauch, also den Stromverbrauch festzustellen.

Um die Stromkosten zu reduzieren, haben wir in eine größere Photovoltaikanlage mit Stromspeicher investiert. Wir wollen möglichst autark leben und den eigenen Solarstrom verbrauchen.

Am 28.08.2017 kam unser neue Stromzähler.

Die Daten werden dokumentiert und ausgewertet.

 

mehr unter

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/2017/10/stromverbrauch.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Freitag, 8 September, 2017 - 13:49

Unser Stromspeicher kommt von der deutschen Firma E3/DC, montiert durch Germansol.

E3/DC bietet ein Gesamtkonzept von Wechselrichter, Speicher und Monitoring in einem an.

Der Speicher hat zwei MPP, das heißt man kann problemlos zwei verschiedene Dachflächen mit dem Wechselrichter verbinden. Mich hat die intelligente Steuerung und Energiemanagement überzeugt. Der Solarstrom wird in erster Linie im Haus direkt verbraucht, dann wird die Batterie aufgeladen und zum Schluss wird der Solarstrom eingespeist. Durch eine App hat man jederzeit einen guten Überblick. Ich weiß, wieviel Solarstrom da ist und wohin er geht. Ich konnte die Stromfresser lokalisieren und unschädlich machen. Muss ich mich nach der Sonne richten? nein, muss ich nicht. Jedoch passt man sein Verhalten im gewissen Rahmen automatisch an. Es ist wie Autofahren. es macht Spaß, wenn man der Herr eigener Energie ist - ich bin mein eigener Stromversorger

mehr unter:

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/2017/09/stromspeicher.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Mittwoch, 6 September, 2017 - 17:15

Als ich Anfang Juni über Autarkie geschrieben habe, waren das erstmal nur hypothetische Schätzungen. Ich habe auch Rückmeldungen bekommen. Manche hielten es für einen Werbetrick, den ich von einer Firma übernommen habe. Andere waren sehr interessiert. Was ist daraus geworden?

Nur wenn man in so einem Haus lebt, wie wir - eine durchschnittliche Familie, kann man beurteilen, inwieweit die energetische Autarkie möglich ist.

 

Ich habe vor einem Monat mit einem meiner Nachbarn gesprochen.

Er hat mir berichtet, dass sich solche Häuser nicht lohnen würden.

Warum ist das wichtig? Weil wir alle in einer Passivhaus Siedlung wohnen. Fast alle passive Einfamilienhäuser sind mit einer Luftwärmepumpe und einer PV Anlage ausgestattet. Manche entscheiden sich zusätzlich für den Erwerb eines Stromspeichers. Man könnte meinen, die Bedienungen wären gleich. Warum ist dann eine Familie zufrieden und die andere nicht?

 

Ich denke, es mangelt am Wissen, wie das System als Ganzes funktionieren könnte und inwieweit unsere Entscheidungen das energetische System vom Haus beeinflussen.

 

Ich beschreibe die Fehler, die man dabei machen kann.

1. Eine der Familien hat sich für einen Wärmepumpen-Stromzähler entschieden. Auf den ersten Blick eine sinnvolle Entscheidung. Die Wärmepumpe läuft nachts zu einem günstigen Stromtarif.

Jetzt denken Sie bitte nach.

Es ist eine Luftwärmepumpe. Sie arbeitet umso effizienter, je höher die Temperatur draußen ist. Wann ist es am kältesten? ja, in der Nacht. Die Luftwärmepumpe muss also mehr Energie aufwenden um das Wasser oder die Luft auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Besonders im Winter kann es sich rechen.

2. Wenn ich zwei getrennte Stromzähler habe, dann ist meine Wärmepumpe von meinem Solarstrom, den die PV Anlage auf dem Dach erzeugt, abgeschnitten. Die Wärmepumpe kann meinen Solarstrom nicht nutzen. Ich verkaufe den Solarstrom stattdessen für 12,20 Cent an die Stadtwerke.

Wie günstig müsste der Wärmepumpe Tarif sein? Der Wärmepumpestrom kostet mindestens 18 Cent.

3. Ein anderer Fehler, den ich bei uns entdeckt habe, waren die Arbeitszeiten unserer Wärmepumpe. Es ist von Bedeutung, wann sich unsere Geräte einschalten. Eine Wärmepumpe hat verschiedene Programme und Funktionen. Auch wenn es nicht sehr spannend ist, lassen Sie sich alles erklären.

Unser Stromspeicher liefert uns alle Verbrauchsdaten vom Haus. Im Monitoring sieht man deutlich, was schief läuft. Die Wärmepumpe hat das Warmwasser nachts extra aufgewärmt.

Mit einer sinnvollen Einstellung kann man also viel Energie sparen.

Unsere Testphase dauert noch nicht lange. Am 28.08.2017 bekamen wir den neuen (Zweirichtungs-) Stromzähler. Bis heute (9 Tage lang) steht die Verbrauchsanzeige auf 0 kWh. Sorry Stromanbieter!

Die Einspeiseanzeige läuft wie gewohnt.

weiter unter:

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.de/2017/09/autarkie-in-der-praxis.html

Eingestellt von wirbauenpassiv