Wer baut das Haus?

Dienstag, 10 April, 2018 - 10:52

Wer baut das Haus?

Wahrscheinlich brauche ich hier nicht viel zu den Auswahlmöglichkeiten zu schreiben. Jeder, der mit dem Gedanken spielt selbst zu bauen wird die einschlägigen Seiten kennen in denen ja nach Gebiet Massen an Hausbaukatalogen bestellt werden können. Auch wir haben diese Möglichkeit wahrgenommen und tadaaaa: keiner von denen ist es letztendlich geworden.

Zum Einen, weil es viele, viele Fertighausanbieter waren, wir aber gern massiv bauen wollten – ohne eine negative Wertung ggü. den Fertighäusern und deren Anbietern äußern zu wollen. Ganz im Gegenteil, unsere Nachbarn, die im gleichen (neu erschlossenen) Baugebiet bauen bzw. gebaut haben und mehr oder weniger mit uns mit ihren Aktivitäten gestartet sind, wohnen bereits in ihrem Haus L wohingegen wir noch keinen Krümel Erde bewegt haben. In unseren Recherchen ist uns aber auch aufgefallen, dass heute keine oder keine wirklich signifikanten preislichen Unterschiede mehr zwischen Massiv- und Fertighaus (in Holzständerbauweise) existieren. Nun kann man sicherlich über Vor- und Nachteile beider Bauweisen streiten oder sich zur Genüge auch einfach nur darüber informieren. Für uns wäre zumindest die Holzständerbauweise nur in Frage gekommen, wenn zu den Vorteilen dieser Häuser noch ein deutlicher Preisvorteil hinzugekommen wäre. Unserer Meinung nach war dies aber nicht so. Also lieber massiv.

Zum Anderen kamen uns auch die Massivhausangebote dieser Kataloganbieter insgesamt recht teuer vor. Das Vorgehen war recht simpel. Wir sind einfach davon ausgegangen, dass die für uns interessanten Häuser und dann spezifisch erfragten Preisangebote des jeweiligen Haustyps sicherlich die Grundausstattung darstellen, welcher schon vergleichsweise hoch war. Jede Änderung hätte also einen Preisaufschlag ergeben, was sich dann auch in den Verkaufsgesprächen bestätigt hat. In den engeren Kreis kamen damals:

Baudirekt

Kagebau

Heinz von Heiden

Team Massivhaus

Massa Haus

Virtus Haus

Mit allen außer Kagebau, Virtus Haus und Team Massivhaus gab es ein „Sondierungsgespräch“, teilweise aber auch deutlich über dieses hinaus bis hin zu Preisverhandlungen. Kagebau und Virtus Haus fühlten sich tatsächlich gar nicht erst dazu bemüßigt auf irgendeine Art und Weise zu reagieren. Wahrscheinlich erlaubte der damalige und noch immer andauernde Bauboom diese Verhaltensweise. Team Massivhaus hatte bereits direkt nach unserer Kontaktaufnahme (wir hatten eine Vorstellung von unserem Wunschhaus mitgeschickt und gefragt, ob eine Realisierung dieses Wunsches für den jeweiligen Anbieter vorstellbar wäre) schnell und höflich abgesagt – was wir gut fanden. Das erspart Zeit und ist ja völlig legitim.

 

Aus persönlichen Empfehlungen aus dem Bekannten- und Kollegenkreis haben wir dann noch Kontakt mit dem Baugeschäft Kraft&Pahlke aus Hohenlockstedt und dem Bauunternehmen Otto Nagel aus Dammfleth aufgenommen. Weiterhin hatten wir noch Gespräche mit der Architektin des Team Baukontor aus Itzehoe. Letztlich also alles regionale Kontakte.

Beim Team Baukontor waren wir uns schlicht und ergreifend unsicher bzgl. der Genauigkeit der Angebotskalkulation, weil es sich hier um eine Architektin und nicht um ein Generalunternehmen mit angeschlossenen Handwerkern gehandelt hat. Alles hätte für eine genauere Preisangabe erst ausgeschrieben werden müssen was uns zeitlich etwas zu aufwändig war. Der gewichtigere Faktor war aber wahrscheinlich, dass wir sehr von unseren Bekannten beeinflusst wurden, die insbesondere von Kraft&Pahlke überzeugt waren nachdem sie bereits ihre eigenen Bauvorhaben erfolgreich mit diesem Unternehmen abgeschlossen hatten. Und was gibt es besseres als solche Referenzen?

Dieser Faktor war letztlich auch bei Otto Nagel ausschlaggebend. Hier kam aber auch hinzu, dass wir nach einem sehr guten Erstgespräch, das uns durchaus dazu verleitete das Unternehmen in Betracht zu ziehen, leider eine gefühlte Ewigkeit nichts mehr von dem damaligen Ansprechpartner gehört haben bzw. auf Nachfrage vertröstet wurden. So etwas ist leider immer ungünstig, weil man sich zwangsläufig gleich die Frage stellt wie es denn wohl erst sein wird, wenn man erst einmal unterschrieben hat und mit dem Partner baut.

Wie schon mehrfach angedeutet ist es final also das Baugeschäft Kraft&Pahlke aus Hohenlockstedt geworden. Sowohl die Referenzen (auf die wir eigentlich den größten Wert gelegt haben) als auch das preisliche Angebot sprachen prinzipiell erst einmal für dieses Unternehmen. Gut hat uns auch gefallen, dass so gut wie alles aus einer Hand kommt. Die ersten Beratungen/Gespräche hat Herr Kraft übernommen, welcher wohl auch die Erd- und Maurerarbeiten koordinieren wird. Die Bauzeichnungen entstanden mit Herrn Koch, enger Partner des Unternehmens. Herr Pahlke wird später dann den Dachauf- und ausbau sowie den Innenausbau übernehmen bzw. die späteren Gewerke wie zum Beispiel Heizung und Sanitär koordinieren. Als Ausstatter für Bad, Böden, Dacheindeckung, Innentüren, Garagentor und auf Wunsch auch weitere Dinge arbeitet man eng mit dem Haupthoff Baufachzentrum zusammen.

Wir sind gespannt, ob es in der Praxis so gut funktioniert wie die Theorie es suggeriert. Wir haben am 3.11. den Generalunternehmervertrag unterzeichnet. Bis jetzt, wir haben die Planung und Bemusterung bei Haupthoff Ende Februar 2018 abgeschlossen, sieht es tatsächlich so aus. Der Bauantrag wurde von der Firma vorbereitet und von uns persönlich im Dezember abgegeben. Das OK haben wir seit Mitte Januar 2018 – das ging überraschend schnell. Größtenteils ging also bis jetzt tatsächlich alles Hand in Hand.

Was bis vor kurzem noch gefehlt hatte war eine ungefähre Angabe zum Baustart. Da zwischen Vertrag und möglichen Baustart die Wintermonate lagen ist klar, dass eine Abschätzung seitens (jeder) Baufirma schwierig ist und sich keiner, evtl. sogar noch verbindlich, festlegen (-nageln lassen) will. Was wir uns dennoch gewünscht hätten, wäre aber wenigstens eine grobe Aussage gewesen, insbesondere, weil mit dem Bauantrag auch Auflagen ins Haus flattern oder die Berufsgenossenschaft Informationen anfordert, die bspw. Angaben zum Baustarts erfordern. Falls es dann, aus welchen Gründen auch immer, doch nicht mit dem groben Termin klappt, dann ist es halt so. Wir sind da relativ entspannt, da ich beruflich selbst viel koordinieren muss und weiß, dass immer etwas dazwischenkommen kann. Den Papierkram hätte man aber trotzdem schonmal erledigt und zusätzlich auch gewusst wann man sich mit Baustrom, Bauwasser, Vermessung oder den Versicherungen befassen muss. Nun gut, sei’s drum…

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