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Freitag, 30 November, 2018 - 14:38

Jetzt hat doch alles länger gedauert als wir dachten. Nachdem von unserem Architekten ein Fehler des Vermessungsinstitutes bei dem amtlichen Lageplan festgestellt wurde, musste dieser nochmal neu erstellt werden. Nach diesem Hin und Her haben wir dann Mitte Oktober erst die Bauantragsunterlagen und den Entwässerungsantrag von Heinz von Heiden zugeschickt bekommen. Den Bauantrag, bzw. in unserem Fall richtig bezeichnet, den Antrag auf Genehmigungsfreistellung haben wir dann sofort an das zuständige Bauamt gegeben. Der Bauamtsleiter versicherte mir, dass er da nur mal drüber schauen müsse und dann so in 2-3 Tagen an uns und die untere Bauaufsichtsbehörde weiter geschickt wird. Nach 3 Wochen (vielleicht hätte ich es schon früher tun sollen) habe ich da mal nachgefragt und als Antwort erhalten: Ja ich habe alles durchgelesen, wir werden das in den nächsten Tagen verschicken.... Eine Woche später der erneute Anruf von mir und die Antwort, der Bauamtsleiter ist leider krank und die Vertretung kann das leider nicht übernehmen.... Eine weitere Woche später war der Bauamtsleiter wieder da und wir haben dann auch endlich letzte Woche die Bestätigung für unser Bauvorhaben bekommen.

Bei unserem Wasser- und Abwasserverbund ZvK mussten wir den von HvH ausgefüllten Entwässerungsantrag einreichen, die haben dort jedoch eigene Vorlagen für so etwas und so habe ich diese dann selbst ausgefüllt und eingereicht. Neben dem Abwasserantrag habe ich auch gleich noch den Bau- und Trinkwasserantrag eingereicht. Es bietet sich an, das alles in einem Zuge zu erledigen. In diesem Zusammenhang wurde mir von der Bearbeiterin gleich noch empfohlen den Antrag für eine separate Wasseruhr für unseren Außenwasserhahn zu beantragen. Das sollte man nicht vergessen, da man so viele Abwassergebühren für die Bewässerung des Gartens sparen kann. Die Genehmigung dieser Anträge lief reinbungslos und wir hatten diese innerhalb von 2 Wochen nach Beantragung.

Nun geht es endlich in die Planungsphase. Das bedeutet nach Abgabe aller erforderlichen Dokumente bei HvH werden laut Vertrag 8 Wochen Planungszeit eingeplant bis die Bauphase beginnen kann. Also können wir damit rechnen, dass der Baustart ab Februar möglich wäre. Da im Regelfall der Frost abgewartet wird, können wir allerdings damit rechnen, dass es sich dann noch etwas weiter nach hinten verschiebt. Es sei denn die globale Erwärmung kommt uns da entgegen ;-)

Eingestellt von Janine und René
Donnerstag, 13 September, 2018 - 13:13

Wie schon erwähnt haben wir den Amtlichen Lageplan unseres Hauses bei einem Vermessungsbüro in Auftrag gegeben. Dabei hat sich für uns überraschenderweise ergeben, dass die Berechnung der Grundflächenzahl (GRZ) von unserem Architekten falsch errechnet wurde.
Unser Grundstück ist 844 m² groß mit einer GRZ von 0,25. Nochmal kurz zur Erklärung, damit dürfen 25% unseres Grundstücks versiegelt werden, daraus ergibt sich eine Fläche von 211 m².
ABER: Auf unserem Grundstück befindet sich eine ausgewiesene Grünfläche von 100 m². Laut Vermessungsbüro darf diese nicht mit für die Berechnung der GRZ herangezogen werden. Der §19, Abs. 2 der BauNVO bestätigt das. Der Architekt war der Meinung, dass wir diese Info hätten geben müssen, dass der Grünstreifen nicht dazu zählt. Wir sind der Meinung, das sollte eigentlich der Architekt wissen. Wie dem auch sei, nun haben wir das Problem unsere Terasse und Zuwegung zum Haus deutlich kleiner zu konstruieren, weil wir nur noch 186 m² versiegeln dürfen. Da das Haus schon 170 m² einnimmt, bleiben uns dafür dann nur noch 16 m². Eine enge Geschichte, aber da wir am Haus zu diesem Zeitpunkt nichts mehr ändern wollen, bleibt uns da keine andere Wahl.
Im §19 der BauNVO ist beschrieben, dass Nebenanlagen bis zu 50% über die GRZ hinausgehen dürfen. Damit wäre das eine Fläche von 279 m² die wir inclusive Nebengebäude versiegeln dürfen. An diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage was zählt zu Nebengebäuden, das ist nicht explizit beschrieben. Meine Nachforschungen im Internet gehen da mit den Aussagen des Vermessungsbüros mit, dass die Terrasse und die Zuwegung zum Haus nicht zu Nebenanlagen gehören und somit bei uns in die 186 m² fallen. Bei Garage und Zufahrt zur Garage ist klar definiert, dass diese zu den Nebengebäuden gezählt werden dürfen.
In manchen B-Plänen ist genauer beschrieben was zur GRZ gezählt werden darf, oder was zu Nebengebäuden zählt. In unserem B-Plan gibt es dazu keinerlei Angaben, damit kann man sich dann nur auf die BauNVO beziehen.

Damit sind nun alle Unterlagen für die Erstellung der Bauanzeige vollständig bei HvH eingereicht. Die Finanzierung mit der Bank sollte man versuchen so zu timen, dass die Finanzierungsbestätigung ungefähr dann fertig ist, wenn auch die Bauanzeige/Bauantrag beim Bauamt genehmigt werden könnte. Damit geht dann keine Zeit verloren, wenn man auf das Eine oder Andere noch warten muss.

Eingestellt von Janine und René
Donnerstag, 6 September, 2018 - 08:49

Nachdem wir bereits Ende März den Kaufvertrag unterschrieben hatten, hat sich das Planungsgespräch für Ende August doch relativ lange hingeschoben. Man muss dazu sagen, dass wir dort selber auch keinen starken Druck ausgeübt haben, weil wir unser Grundstück mit allem drum und dran auch erst im Juni in Sack und Tüten hatten. Für die Versicherungsunterlagen haben wir uns ebenfalls etwas Zeit gelassen um nochmal zu schauen, ob das von HvH zugeschickte Angebot für das Versicherungspaket von der LVM auch etwas taugt. Wir sind an dieser Stelle zu dem Schluss gekommen, dass das Versicherungsangebot wirklich gut ist und unserer Meinung nach auch alles abdeckt was man so braucht.
Dann also endlich das Planungsgespräch nachdem wir nochmal viele viele Tage Zeit hatten unseren Grundriss zu optimieren und nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht und viele Meinungen eingeholt zu dem Thema Klinker. Daraus hat sich bei uns die Entscheidung zu Gunsten der Verklinkerung ergeben. Im Planungsgespräch hat sich dann bestätigt, was wir auch schon von unserem Bauberater bei HvH wussten, die Vollverklinkerung unseres Hauses ist nicht möglich, da die Frontseite des Hauses mit den vielen Fenstern und kleinen Wandflächen eine Verklinkerung nicht zulässt. Daraufhin haben wir uns dann für eine Teilverklinkerung entschieden, also drei Seiten des Hauses Klinker und eine Seite Putz. Besser wäre es für uns gewesen diese Information vorab dem Architekten zukommen zu lassen. Im Planungsgespräch hat uns diese Aktion einiges an Zeit gekostet und das anschließende Bemusterungsgespräch um eine Stunde nach hinten geschoben. Grundsätzlich kann man sagen, wenn sich Änderungen am Grundriss und generell an der Planung abzeichnen, ist es ratsam den Architekten vorab zu informieren. Unsere komplette Umgestaltung der Raumanordnung konnte er so unter Berücksichtigung der Machbarkeit einplanen. Dabei ist uns im Nachhinein (Tage nach dem Planungsgespräch) leider aufgefallen, dass eine von uns als groß eingezeichnete Tür in der Version des Architekten eine kleine Tür war. Diese nachträgliche Änderung wird dann normalerweise zusätzlich mit einer Gebühr von 250€ belegt, also nochmal genau bei allen Maßen hinschauen! Bei uns konnte das dann allerdings intern geklärt werden, sodass die 250€ nicht bezahlt werden mussten. Ein wichtiger Punkt des Planungsgespräches ist die Positionierung auf dem Grundstück. Wenn man ganz neutral an die Sache herangeht, dann ist erstmal der Gedanke, so nah an die Straße wie möglich, damit möglichst viel vom Garten bleibt. Da gibt es aber ein paar Dinge die man berücksichtigen muss. Braucht man weitere Stellplätze auf dem Grundstück neben den beiden eigenen? Wir wohnen an einer sehr kleinen gepflasterten Nebenstraße als Sackgasse. Am Ende der Straße sind zwar 4 Stellplätze vorhanden, aber das sind auch die einzigen der gesamten Straße. Wir haben uns für weitere Stellplätze vor der Garage und dem Carport entschieden, was bedeutet: 5,25 m Abstand zur Straße für die Garage und den Carport. Für das Haus bedeutet das dann ca. 6 m zur Straße, da wir die Garage leicht vorziehen werden. Die nächste nicht ganz einfache Frage ist der Abstand der Garage vom Nachbarn. Wir hätten gerne die Baugenehmigung für die Garage gleich mit dem Haus zusammen abgegeben, konnten uns allerdings für keine zufriedenstellende Lösung einigen, weil der Architekt meinte, das Bauamt könnte dort die Einwilligung der Nachbarn fordern, die wir noch nie gesehen haben. Daher mussten wir diesen Punkt leider erstmal nach hinten verschieben und haben dafür die 1000€ gutgeschrieben bekommen, die für den Bauantrag der Garage angesetzt worden sind. Nachdem dann alle Abstände und Bemaßungen angepasst wurden, ging es weiter zur Planung der Innenräume, Anschlüsse Abwasser usw..

Wir hatten den Wunsch einen offenen Durchgang von 1,80m zwischen Schlafzimmer und Badezimmer zu bauen, der dann im Nachhinein von uns mit einer großen Schiebewand geöffnet oder geschlossen werden kann. Da das Schlafzimmer allerdings kein Feuchtraum ist, hat sich HvH da schwer getan uns das so zu bauen. Demnach haben wir uns dann auf eine große Schiebetür geeinigt (1,01m).

Abschließend zum Planungsgespräch gab es die Außenbemusterung. Für uns am zeitintensivsten gestaltete sich die Auswahl der Klinker. Obwohl die Auswahl in der Ausstellung bei HvH doch sehr umfangreich war, konnten wir für uns nicht den perfekten Klinker finden. Eine andere Möglichkeit gab es jedoch nach Aussage des Architekten nicht. Somit haben wir uns dann nach langem hin und her für einen Klinker entschieden der uns beiden sehr gut gefiel. Ein weiterer komplizierter Punkt war die Auswahl der Dachziegel, was aber hauptsächlich an der Einschränkung auf dem B-Plan lag. Bei uns waren leider nur Dachziegel die nicht reflektieren oder spiegeln vorgeschrieben. Wir haben uns einen ausgesucht mit der Bezeichnung „Futura Nuance Matt engobiert“. Dieser Dachziegel hat zwar die Bezeichnung „matt“, reflektiert aber trotzdem deutlich mehr als so manch anderer Dachziegel mit der Bezeichnung matt. Daher hat der Architekt uns empfohlen vorher die Bestätigung von Bauamt einzuholen, indem wir einen Muster Dachziegel davon zugeschickt bekommen. Das Bauamt hat dann auch bald (für ein Bauamt erstaunlich schnell) bestätigt, dass wir diesen Dachziegel nehmen dürfen. Sehr positiv war auch die Versorgung mit belegten Brötchen zum Mittag, die wir während des Gespräches essen konnten. Damit ging nicht noch mehr Zeit fürs Mittagessen drauf.

Mit einiger Verspätung sind wir dann ins Bemusterungsgespräch gegangen. Darin ging es dann unter anderem konkret um das Bad. Das bedeutet Toilette, Waschbecken, Dusche, Armaturen, Handtuchheizung und Fliesen mussten ausgesucht werden. In der Ausstellung sind die Standardausstattungen, sowie einige besondere Ausstattungen mit mehr oder weniger Aufpreis ausgestellt. Leider war für uns die Auswahl nicht ausreichend und daher hat uns die Innenarchitektin vorgeschlagen, dass wir uns selbst ein Markenprodukt aussuchen und ihr mitteilen. Dann wird sie sich ein Angebot dafür einholen. Wir haben uns dann nach reichlicher Überlegung dazu entschieden, dass wir dann doch die meisten Ausstattungen als Standard aussuchen und später mit dem Sanitärinstallateur unsere Vorstellungen direkt umsetzen. Bei den Fliesen konnten wir ebenfalls vor Ort keine Entscheidung fällen. Wer dort richtig Inspiration und Vielfalt haben möchte, der kann sich das direkt bei dem Zulieferer von HvH, in einer der Filialen von Keramundo anschauen und sich dort die Fliesen dann aussuchen.
Wir waren der Meinung, dass HvH ihre Bemusterung eigentlich auch online stellen könnten, notfalls auch passwortgeschützt ausschließlich für die Kunden. Es sind sicher auch Kunden dabei die kaum Zeit für ihre Entscheidung brauchen, aber ich kann mir vorstellen, dass viele wie wir vor der Vielzahl an Produkten stehen und erstmal in sich gehen müssen um die Entscheidung vernünftig fällen zu können, dafür ist die Zeit sehr knapp bemessen. Auf der anderen Seite will man bei einem Anfahrtsweg von 4h auch ungern noch ein zweites Mal dort hinfahren.

Mit der Gesamtkostenaufstellung aus dem Planungsgespräch und dem Bemusterungsgespräch kann jetzt die Finanzierung geklärt werden.

Parallel gibt es für uns dann eigentlich nur noch eins zu erledigen und zwar den Vermessungsauftrag für den amtlichen Lageplan des Hauses. Das ist eine Sache die HvH nicht übernimmt. Mit den Zeichnungen des Architekten haben wir uns mehrere Angebote eingeholt, sind dann aber doch bei dem Vermesser geblieben, der dort auch schon die Vermessung der Flurstücke durchgeführt hat. Mit den amtlichen Lageplänen geht es dann wieder zu HvH, damit der Bauantrag/die Bauanzeige durchgeführt werden kann.

Danach heißt es erstmal warten…

Eingestellt von Janine und René
Sonntag, 10 Juni, 2018 - 10:00

Das Grundstück haben wir uns vorab gekauft. Es war ein Kompromiss zwischen Nähe zur Stadt, zur Familie und zur Arbeit, sowie dem Preis. Jetzt haben wir ein 844 m² (ca. 20 x 42m) Grundstück auf einem neu erschlossenen B-Plan Gebiet. Anschlüsse Gas, Wasser, Strom sind alle gelegt bis ans Grundstück. Eine für uns schwere Frage war die Art der Heizung. Setzt man auf die altbewährte Gasheizung, oder auf die etwas neuere und evtl. nicht komplett ausgereifte Wärmepumpe. Alles hat seine Vor- und Nachteile und ich habe das Gefühl jeder sagt was anderes und irgendwie sprechen sich die Hälfte der Leute für Gasheizung und die andere Hälfte für Wärmepumpe aus. Auch direkte Anfragen bei Heizungsherstellern waren nicht sehr zufriedenstellend, da es anscheinend nur hilfreiche Tipps gibt, wenn man auch dort einkauft. Das Ergebnis ist nun eine Wärmepumpe (Rotex Luft/Wasser – Wärmepumpe HPSU compact 308 (6kW)). Bei der aktuellen Marktlage ist es preislich vermutlich kaum ein Unterschied ob ich Gas oder Strom nehme und für die Zukunft kann man auch nur orakeln. Ich will jetzt nicht auf alle Vor- und Nachteile der beiden Technologien eingehen, aber wenn man sich für eine Wärmepumpe entscheidet, dann finde ich, sollte auf jeden Fall für den Notfall ein Kamin vorhanden sein. Man will es nicht hoffen, aber im schlimmsten Fall kann es bei immer mehr zunehmenden Unwettern auch mal zu ein paar Tagen Stromausfall kommen und dann sollte man sich im Winter auch ohne Strom mal warmhalten können. Die zweite Frage ist dann, ob man mit der Außeneinheit der Wärmepumpe klar kommt. Es kann als störend empfunden werden, sowohl optisch als auch akustisch. Die Platzierung spielt daher eine wichtige Rolle. Aufgrund der Nähe zu den Nachbarn ließ sich der Lüfter nur in Richtung Straße setzen, das heißt, wenn man auf das Grundstück kommt, dann könnte das ein Blickfang sein. Man kann jedoch im Abstand von 1 m vor der Wärmepumpe Bepflanzungen setzen und das ganze etwas verschönern.

Unser Wunschhaus war ursprünglich eine Stadtvilla. Wir wollten ungerne Dachschrägen haben und bei einer Stadtvilla hat man viel Hausfläche auf vergleichsweise wenig Grundstücksfläche. Der erste Schritt ist jedoch die Grundstücksfindung, da man dann sein Haus an die Gegebenheiten vor Ort anpassen kann. Wir waren bereits fast 2 Jahre auf Haus- und Grundstückssuche und mussten feststellen, das perfekte Grundstück, das alle Wünsche zu einem erschwinglichen Preis erfüllt, gibt es nicht. So war auch bei diesem Grundstück ein kleiner Haken an der Sache, es war nur eine eingeschossige Bauweise erlaubt. Das bedeutet maximal zulässig sind 1,5 Geschosser. Damit hätten wir Schrägen im Obergeschoss. Es gibt schon einige Varianten, die man sich da durch den Kopf gehen lassen kann, mit Kniestockanhebung bis zum Maximum, sodass trotzdem noch die 1,5-Geschossigkeit vorhanden ist. Wir haben uns dann Letzen Endes doch für einen Bungalow entschieden, den Typ M6000. Das ist die kleine Variante des Haustyps Oranienburg, dessen Musterhaus, wie der Name schon sagt, in Berlin, Oranienburg steht. Im Folgenden sind die beiden Bilder abgebildet, wie man sie auch auf der Homepage von Heinz von Heiden findet.

Was uns an diesem Haustyp besonders gefällt, ist der offene Wohnbereich bis ins Dach und die große Glasfassade, die wir auf unserem Grundstück genau nach Süden ausrichten konnten.
Bezüglich dem ursprünglichen Grundriss haben wir noch einige Änderungen vorgenommen. Die beiden Terrassen fallen weg und werden als Wohnraum genutzt. Unserer Ansicht nach hätte das eigentlich so gut wie keine Kosten verursachen dürfen, da die Wände nur nach außen gezogen werden und das Dach an dieser Stelle schon vorhanden war. Da sich Heinz von Heiden aber den geschaffenen Wohnraum bezahlen lässt, sind dort trotzdem noch ca. 7000€ auf uns zugekommen. Nach Aussage unseres Bauberaters bei HvH ist das aber der günstigste mögliche Wohnraum, der da geschaffen wird. Unser Hauseingang wird sich dann nicht seitlich, sondern auf dem Grundriss an der oberen Seite befinden und die Raumanordnung wird auch nochmal etwas durchgemischt, dazu später mehr.

Eingestellt von Janine und René
Dienstag, 10 April, 2018 - 10:00

Die Vorgeschichte kürze ich hier mal etwas ab. Wie bei vielen anderen Bauherren auch haben wir nach vielen besichtigten Mietwohnungen die Entscheidung für ein eigenes Haus getroffen. Nach vielen besichtigten Eigenheimen haben wir dann den Entschluss getroffen kein fertiges Haus zu kaufen, sondern ein Haus zu bauen. Wir konnten hier in und um Rostock feststellen, dass sich die Preise zwischen fertigen Häusern, die schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, und selbst gebauten Häusern nicht wesentlich unterscheiden. Jeder muss für sich an dieser Stelle abwägen, sind die viele Arbeit, die ein Hausbau verursacht die Sache wert, oder kommt man auch mit einem fertigen Haus aus, das nicht allen Wünschen hundertprozentig entspricht und vielleicht ebenfalls einige Sanierungsarbeiten beinhaltet.
Bei uns waren an dieser Stelle die persönlichen und individuellen Merkmale, die man einem Haus von der Entstehung an geben kann entscheidend. Aller Voraussicht nach wird man in diesem Haus einen Großteil seines Lebens, wenn nicht gar sein ganzes Leben verbringen. Daher sind wir bereit und gespannt die kommenden Schritte des Hausbaus mit allen Schwierigkeiten die dabei auf uns zukommen können, zu erleben und zu meistern.

Nach vielen besuchten Hausbaufirmen waren am Ende zwei Firmen in der engeren Auswahl, die uns vom Preis-Leistungsverhältnis am besten gefallen haben. Wenn man es genau nimmt kann eigentlich fast jede Firma jedes gewünschte Haus erstellen, wenn man mit den entsprechenden Plänen auf sie zugeht. Trotzdem konnten wir feststellen, dass man sich am Ende eher an die Firmen wendet, die schon von sich aus eine große Vielfalt an Häusern zur Auswahl haben und präsentieren (z.B. auf der Homepage). Wenn man eine sehr genaue Vorstellung seines Hauses hat und dann auf der Homepage ein bis zwei Bilder zu finden sind, die der Vorstellung schon relativ ähnlich sind, dann ist dort das Interesse natürlich besonders groß und man kann sich gleich auf bestimmte Häuser beziehen. Abgesehen davon ist natürlich auch das Renommee der Firma ausschlaggebend. Wer sich einen Namen gemacht hat, verlangt auch etwas höhere Preise als eine No-Name Firma mit der man unter Umständen ein höheres Risiko eingeht.
Am Ende war es eine enge Entscheidung zwischen Heinz von Heiden und Scanhaus, wobei der Unterschied zwischen diesen beiden Firmen schon recht groß ist, weil Scanhaus auf Fertigteilhäuser und Heinz von Heiden auf Massivhäuser setzt. Ich bin kein Experte, aber nach dem was wir gelernt haben ist heutzutage zwar der Aufbau, nicht jedoch das Ergebnis eines Fertigteilhauses so viel anders als das eines Massivhauses. Nichtsdestotrotz haben wir uns am Ende dann doch für das Massivhaus entschieden, unter anderem weil wir das Gefühl hatten dort noch eher das Haus unserer Vorstellungen errichten zu können. Man sucht sich schließlich am Ende das Haus des Herstellers aus, an dem man möglichst wenig verändern muss um sein Traumhaus zu erhalten.
Ein weiterer Punkt, den ich an dieser Stelle erwähnen möchte, ist das Bezahlen des Hauses erst nach der Fertigstellung. Beide Hausanbieter bieten diese Möglichkeit an und das hat uns am Anfang auch sehr zugesagt, aber jeder der diese Art der Bezahlung vorzieht, sollte genauer hinschauen. Wenn man sich für diese Variante entschließt muss man sich bewusst sein, dass man dafür eine Abtretungserklärung unterschreibt, die der Hausbaufirma zusichert den vertraglich vereinbarten Kaufpreis auf jeden Fall und unter allen Umständen zu bekommen. Das bedeutet das Geld für das Haus gehört eigentlich schon vor Baubeginn der Hausbaufirma. Wenn alles glatt läuft ist das kein Problem, aber was wenn es doch mal zur Insolvenz kommt, oder zu Streitigkeiten zwischen der Baufirma und dem Bauherren. Bei der Zahlung nach Baufortschritt kann man weitere Zahlungen sofort unterbinden und notfalls mit einer anderen Firma die Sache vollenden. Bei der Zahlungsvariante mit Abtretungserklärung ist man zwar in der Position sagen zu können wann die Firma ihr Geld bekommt, aber nicht ob die Firma ihr Geld bekommt. Bei Streitigkeiten, die die Zahlung sehr verzögern, können da schnell mal hohe Bereitstellungszinsen bei der Bank auf einen zukommen.
Daher haben wir uns am Ende für die Möglichkeit der Bezahlung nach Baufortschritt entschieden.

Eingestellt von Janine und René