Mein Weblog

Vorwort:

Hallo und herzlich willkommen auf unserem Baublog!

Danke für Euren Besuch smiley
Wir warten auf Fragen, Kommentare und Anregungen von Euch.

Wir stellen uns kurz vor.
Wir sind eine kleine Familie: Eltern, zwei Kinder und ein Hund.
Demnächst soll unser Haus entstehen.
Der Weg dahin war länger als wir dachten, aber das große Abenteuer Bauen steht jetzt unmittelbar bevor!

Natürlich will jeder seinen Platz haben, für sich und seine Familie. Ein Haus oder eine Wohnung soll gemütlich, aber nicht zu klein sein. Auch nicht zu groß, um die Kosten in den Grenzen zu halten.

Als wir uns entschieden haben zu bauen, haben wir im Internet nach Informationen gesucht.
Die Fachliteratur, aber auch Baublogs von Bauherren mit ihren guten und schlechten Erfahrungen waren für uns eine wichtige Informationsquelle.
Man will ja alles richtig machen yes
Im Blog möchten wir die Bauzeit unseres Hauses festhalten.

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/p/hezlich.html

Viel Spaß beim Lesen smiley

Letzte 5 Blogeinträge:

Sonntag, 2 Dezember, 2018 - 06:38

Der November im 2018 war besser als im 2017.

Am 2.11. mussten wir unsere Heizung ausschalten, da die Sonne das Haus gut wärmte. Ein paar sonnige Stunden haben ausgereicht um die Heizung in unserem Passivhaus zu ersetzen.

Bis zum 18.11. produzierte die Photovoltaik Anlage genügend Strom für uns.

Ab dem 19.11. hat sich das Wetter verschlechtert. Es war nicht sehr kalt, aber bewölkt. Wenn die Sonne länger weg ist, müssen wir immer die Heizung einschalten. Gesagt, getan. Und dann streikte die Wärmepumpe ab dem 20.11. Der Kundendienst am Telefon hat mich nach Kräften unterstützt, leider ohne Erfolg. Ein Installateur musste her. Tja, er hat das Wasser im Heizkreis aufgefüllt und schon war die Wärmepumpe zufrieden. Wir haben drei Tage ohne Heizung und ohne Sonne aushalten müssen. Die Zeit war zwar nicht angenehm, aber hat mir neue Erkenntnisse geliefert. Das Haus ist wie eine Thermoskanne, kühlt sich relativ langsam aus. Die Temperatur ist in den Zimmern von 24 auf 22 Grad gesunken. In den Bädern, die bei uns ungünstig liegen, hatten wir nur 21 Grad. Zum Glück konnten wir einfach mit den Handtuchhaltern nachheizen. Wir sind nicht eingefroren, aber wir mögen es lieber wärmer zu Hause.

Seitdem ist der Energieverbrauch natürlich gestiegen. Obwohl der Autarkiegrad deutlich auf 54% gesunken ist, konnten wir bessere Werte als im November 2017 (41% Autarkie) erreichen.

Ich bin sehr gespannt, was uns im Dezember erwartet. Letztes Jahr war der dunkle Dezember eine Katastrophe - fast 500 kWh Strombezug aus dem Netz.

 

Die wichtigste Daten:

Autarkiegrad im November - 54%

Autarkiegrad im Jahr 2018 - 81%

Strombezug im November - 214,8 kWh

Stromproduktion im November - 329,58 kWh

Die Wärmepumpe hat seit dem August 2017 (16 Monate insgesamt)

für die Heizung - 1321,2 kWh benötigt

für das Warmwasser - 1886 kWh verbraucht

Seit dem 28.08.2017 haben wir vom Versorger - 1620 kWh bezogen

und 6489 kWh eingespeist.

Finanziell bedeutet das:

1620 kWh x 0,29 Euro = 469,8 Euro zu bezahlen

6489 kWh x 0,122 Euro = 791,65 Euro Einspeisevergütung

Insgesamt sind wir nach 15 Monaten 321,85 Euro im Plus

 

mehr unter

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/2018/12/november-2018.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Donnerstag, 1 November, 2018 - 13:52

Schönes, sonniges Wetter in den ersten drei Wochen im Oktober.

Ab dem 22.10. hatten wir deutlich weniger Sonne. Die Solarproduktion sank merklich, die Temperaturen draußen auch.

Erst am 25.10. leerte sich unser Stromspeicher auf null kWh. Seit dem 25.03. hatten wir immer genug Reserven, also die ganzen 7 Monate lang.

 

Es hat mich überrascht, wie langsam sich das Haus auskühlte. Obwohl wir kaum Sonnenenergie durch die Fenster bekamen, sank die Temperatur zu Hause sehr langsam ab. Das verdanken wir der guten Isolation und der luftdichten Gebäudehülle, die das Haus in eine Thermoskanne verwandeln. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für die frische Luft zu Hause, ohne die Heizenergie zu verlieren.

Jedenfalls erst am 30.10. haben wir unsere Luft Wasser Wärmepumpe zum ersten Mal für zwei Stunden gestartet, da die Temperatur zu Hause auf etwa 23 Grad runter fiel. 

Würden wir nicht so schnell frieren, hätten wir immer noch keine Heizung einschalten müssen.

Das Haus hat keinen Ofen/Kessel/Kamin/Schornstein usw. Mehr Infos dazu im Post: unser Haus.

 

Im September haben wir 39,3 kWh Strom vom Netz bezogen. Dadurch verschlechterte sich der Autarkiegrad im Oktober auf 88%. Für das gesamte Jahr 2018 sind wir aktuell bei 84%.

 

Der Stromzähler zeigt folgendes

1407 kWh Strombezug seit dem 28.08.2017

6456 kWh Einspeisung seit dem 28.08.2017

 

Finanziell sind wir bei

1407 kWh x 0,29 € = 408,03 € gesamte Energiekosten

6456 kWh x 0,1220 € = 787,63 € Einspeisevergütung

wir sind heute 379,60 Euro im Plus 

 

die Wärmepumpe hat seit dem August 2017

1071,9 kWh für die Heizung 

1773,5 kWh für das Warmwasser gebraucht

 

Hier sind die Diagramme dazu

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/2018/11/oktober-2018.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Dienstag, 2 Oktober, 2018 - 20:15

Ich muss noch schnell die Statistiken vom September posten.

Es ist kalt geworden, oder? Draußen nachts gibt es 2-5 Grad. Ungewöhnlich nach dem langen heißen Sommer.

Zu Hause haben wir gemütliche 24 Grad. das muss erstmal reichen 

Viele Bekannte von uns starteten bereits in die Heizperiode.

Warum ist es warm bei uns?

Es reichen ein paar Sonnenstunden am Tag aus, um das Haus durch die Fenster zu erwärmen. Das sind die solaren Gewinne, die ein Passivhaus auszeichnen.

Da das Haus gut isoliert ist, hält es die Wärme die ganze Nacht über wie eine Thermoskanne.

Und damit wir in einem luftdichten Haus nicht ersticken, sorgt die Lüftungsanlage für frische und vorgewärmte Luft rund um die Uhr.

Ich bin mal gespannt, wann wir dieses Jahr anfangen zu heizen.

Nun zum September. Es lief rund. Die Sonne strahlte, der Speicher war immer geladen. Es mag auch an einem niedrigeren Verbrauch, ohne Heizung und ohne Kühlung, liegen. 

83% Autarkie in diesem Jahr bis jetzt. Die Zahl wird im Winter noch sinken.

und 602 kWh Strombezug im 2018, die uns bis jetzt von der 100% Unabhängigkeit trennen. mal sehen, wie viel es wird am Ende des Jahres.

Finanziell

 - im Jahr 2018 bis heute:

Strombezug:

602 kWh x 0,29 € = 174,58 €

Einspeisevergütung:

5297 kWh x 0,122 € = 646,23 €

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471,65 Euro im Plus

- seit dem 28.08.2017

Strombezug

1368 kWh x 0,29 € = 396,72 €

Einspeisevergütung:

6157 kWh x 0,122 € = 751,154 €

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354,43 Euro im Plus

Das sind unsere gesamten Energiekosten, da wir keinen Ofen/Kessel/Kamin oder Schornstein haben und nur mit der Luft Wasser Wärmepumpe heizen, kühlen und das Brauchwasser erwärmen.

Wir wünschen Euch noch sonnige Tage im Oktober!

 

die Statistiken findet Ihr hier:

http://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/2018/10/september-2018.html

Eingestellt von wirbauenpassiv
Dienstag, 28 August, 2018 - 19:27

Genau vor einem Jahr bekamen wir unseren Zweirichtungszähler.

Wir wollten unbedingt den Solarstrom für die Wärmepumpe verwenden.

Innerhalb der 12 Monate haben wir 1363 kWh vom Netz bezogen. Die 1363 kWh trennen uns von der 100% Autarkie. Es ist eigentlich nicht viel, aber die letzten % haben es in sich. Ich denke, wir brauchen noch 2-3 Jahre um die 100% zu erreichen.

Zur Zeit deckt der Solarstrom den größten Bedarf für die Heizung, die Brauchwassererwärmung, die Kühlung (Luft-Wasser Wärmepumpe) sowie den Haushaltsstrom.

Wir frieren nicht im Winter und schwitzen nicht im Sommer. Wir müssen uns nicht beim Stromverbrauch einschränken. Je nach Möglichkeit, lassen wir die Spül- und Waschmaschine am Tag laufen.

Dank dem Stromspeicher beschränkt sich der Strombezug aus dem Netz vom April bis zum September auf 4-6 kWh monatlich.

Die Photovoltaikanlage ist absichtlich überdimensioniert. In der Zukunft wird der Stromverbrauch vermutlich steigen (größere Kinder, ein Elektroauto).

Finanziell sieht es so aus:

1363 kWh x 0,29 Euro = 395,27 Euro  - unsere jährliche Stromrechnung

5519 kWh x 0,1220 Euro = 673,31 Euro - Einspeisevergütung

Insgesamt hat das Haus im ersten Jahr 278,04 Euro verdient.

Vermutlich werden wir noch die Zählerkosten dazu rechnen müssen. Die sind aber in jedem Fall zu tragen.

Es gibt ewige Diskussionen, ob sich ein Stromspeicher lohnen würde.

In unserem Fall sieht es so aus:

im alten Reihenhaus haben wir für die Gas- und Stromrechnung mehr bezahlt als uns heute

die Finanzierung der PV Anlage samt Speicher + die Stromrechnung kostet.

Wohl bemerkt, ich habe dabei die Einspeisevergütung gar nicht berücksichtigt.

Hier noch die Eckdaten vom Haus:

Passivhaus, 156 m2, 4-Personenhaushalt, Luft-Wasser Wärmepumpe, Lüftungsanlage, PV Anlage 9,76 kWp auf drei Dachflächen verteilt, 13,8 kW Stromspeicher.

Das Haus hat weder einen Kamin, einen Ofen noch einen Schornstein.

Wir sind zufrieden mit den Werten

mehr Infos unter 

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/

Eingestellt von wirbauenpassiv
Mittwoch, 1 August, 2018 - 13:37

Die Hitzewelle von Juli dauert noch an und es ist kein Ende in Sicht.

Wie kann man sich gegen die heißen Sommer wappnen?

1. Für die Verschattung sorgen. Entweder Rollläden, Raffstore, Markisen oder Sonnensegel montieren. Ich habe die Rollläden in Ost-, Süd- und West- Gruppen geteilt und jeweiligen Zeitspannen zugeteilt. Damit lassen wir die Hitze nicht ins Haus reinkommen. Man könnte auch Luxsensoren an die Wand anbringen, die die Rollos/Raffstore automatisch steuern.

2. die richtige Belüftung. um die Temperatur zu Hause abzusenken ist eine intensive Lüftung in der Nacht von Vorteil. Entweder die Fenster öffnen oder die Lüftungsanlage höher stellen. Übrigens eine Lüftungsanlage hat einen Sommerbypass - damit die Wärmerückgewinnung nicht stattfindet.

Für noch höheren Komfort sorgt ein Sole-Erdwärmetauscher. Dafür muss man in der Erde eine Sole Leitung verlegen und sie mit dem Sole-Luft-Wärmetauscher der Lüftungsanlage verbinden. Das Erdreich ist im Sommer deutlich kühler als die Luft. Der frischen Zuluft wird mittels Sole die Wärme entzogen. Die Methode funktioniert zuverlässig und verbraucht wesentlich weniger Energie als eine Klimaanlage.

Wer, wie wir, auf keinen Sole EWT zurückgreifen kann, der sollte die Belüftung an den heißen Tagen auf Minimum reduzieren. Zum Glück wird die frische Luft von außen im Norden angesaugt.

3. Unsere Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine Kühlfunktion. In der Fußbodenheizung fließt kühles Wasser. Es bildet sich kühle Wanne über dem Fußboden. So wird die Temperatur im Raum bis auf 2 Grad zusätzlich reduziert. Der Nachteil ist: die Luftwärmepumpe verbraucht für die Kühlung mehr Energie als eine Erdwärmepumpe. Die Wärmepumpe ist eine gute Alternative zu einer Klimaanlage.

In unserem Haus ist die Temperatur bis zu 6 Grad tiefer als draußen. Es ist immer noch warm aber angenehm. Wir können auch gut schlafen. Man spürt den kühleren Fußboden.

Noch die Daten zum Juli. Die Photovoltaikanlage hat im Juli mehr Strom als im Mai produziert.

Wir haben 3 kWh vom Netz bezogen. Damit haben wir wieder 99% Autarkie erreicht. 

Der Autarkiegrad über das Jahr hinweg ist auf 79% gestiegen.

mehr Infos auf

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/2018/08/juli-2018.html

Eingestellt von wirbauenpassiv